Spannende Zahlen und Fakten rund um Kalorien

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Alle Infos rund um Kalorien
Alle Infos rund um Kalorien

Heutzutage stößt man im Alltag überall auf den Begriff Kilokalorien (kcal). Jede Lebensmittelverpackung enthält einen Vermerk, der den Brennwert des Inhalts zeigt.Nimmt man zu viele Kalorien zu sich, speichert der Körper diese Energie überwiegend in Form von Körperfett und man nimmt letztlich zu.Wenn man andererseits weniger Kalorien zuführt als der Körper verbraucht, greift er auf Gewebe zurück, in dem Energie gespeichert ist, um seinen Energiebedarf zu decken. Auf diese Art nimmt das Körpergewicht ab.

Doch warum ist dann nicht jeder Mensch schlank und gesund? Vielleicht steckt doch mehr dahinter? Fakt ist, dass nur die wenigsten Menschen wirklich wissen, was sich hinter Kalorien verbirgt, und worauf man dabei achten sollte, um den Körper nachhaltig in Form zu bringen.

In diesem Beitrag zeigen wir wichtige und interessante Fakten und Zahlen rund um Kalorien.

Warum überhaupt der Name Kalorien?

Kalorie stammt vom Lateinischen Begriff „Calor“ und bedeutet übersetzt „Wärme“. Kalorien geben den Brennwert oder Energiegehalt, in diesem Kontext, eines Lebensmittels an. Es gibt verschiedene Definitionen, doch einfach ausgedrückt entspricht 1 Kalorie (cal) der Energie, die benötigt wird, um 1 Gramm (g) Wasser um 1 Grad Celsius (°C) zu erwärmen. Dabei unterscheidet man zwischen Grammkalorie (cal) und Kilokalorie (kcal).

1 kcal = 1000 cal

Gemessen wird der Kaloriengehalt mit einem sogenannten Kalorimeter. Dabei wird die untersuchte Substanz erst entwässert (durch Gefriertrocknung) und davon eine Masse von 1g verbrannt. Anschließend misst das Kalorimeter die Wassertemperatur und gibt das Kalorien-Ergebnis aus.

Kalorien in Fett, Kohlehydrate, Eiweiß und Alkohol

Wenn auch im Alltag meist von Kalorien gesprochen wird, handelt es sich dabei genau genommen um Kilokalorien. Auch bei Lebensmittelangaben wird ausschließlich von Kilokalorien gesprochen.Kalorien sind aber nicht nur für komplette Lebensmittel bekannt, sondern auch für Nahrungsmittel-bestandteile.

  • 1 g Eiweiß liefert 4,1 kcal (=17,1 kJ).
  • 1 g Kohlenhydrate liefert 4,1 kcal (=17,1 kJ).
  • 1 g Fett liefert 9,3 kcal (=38,9 kJ).
  • 1 g Alkohol liefert 7,1 kcal (=29,3 kJ).

Reines Fett hat 9000kcal pro kg. Körperfett besteht jedoch nur zu etwa 80%-85% aus reinem Fett, der Rest besteht aus Wasser oder sonstigen Einlagerungen. Somit hat ein kg Körperfett nur 9000*0,8-0,85=7200 bis 7650kcal.

Kalorien in Lebensmitteln

Bei der Auswahl der Nahrung kann gezielt darauf geachtet werden, Lebensmittel mit einer geeigneten Kalorienanzahl auszuwählen. Für Menschen, die abnehmen wollen, ist es etwa besonders hilfreich Lebensmittel mit hohem Wassergehalt zu essen, da der Kaloriengehalt meist geringer ist. Vor allem Gemüse ist hierfür sehr gut geeignet. Doch auch wer Gewicht zunehmen will, kann durch die Auswahl der passenden Lebensmittel das Ziel greifbar werden lassen. Beispiele für Lebensmittel mit vielen Kalorien sind Teigwaren, Fleisch sowie viele eiweiß- und fetthaltige Lebensmittel.

Lebensmittel Kalorien pro 100g
Schweinsschnitzel 230 kcal
Hähnchenbrust 75 kcal
Fisch (Forelle) 150 kcal
Nudeln (Spaghetti) 350 kcal
Weißer Reis 130 kcal
Kartoffel 86 kcal
Tomate 15 kcal
Käse (Gouda) 326 kcal
Toastbrot 238 kcal
Banane 89 kcal
Vollmilch 64 kcal
Schokolade (Milka Vollmilch) 530 kcal
Coca Cola 37 kcal
Bier 41 kcal

Kalorien sind nicht gleich Kalorien

Es gibt einige Diätsysteme, bei denen Kalorien gezählt werden.Das wohl bekannteste System heißt „Weight Watchers“.Es gibt unzählige Programme, Tabellen und Apps, die dabei helfensollen die Tageskalorien genaustens festzuhalten. Das Konzept ist an sich ein guter Gedanke, doch genau genommen ist die Kalorie eine physikalische Größe.

Dem Verdauungsprozess und den  Verbrennungsvorgängen im menschlichen Körper entspricht sie nur entfernt. Da es im Darm vorwiegend um die Nährstoffaufnahme geht und auch jeder Mensch anders verdaut, werden mit Kalorien nur sehr ungenaue Schätzungen erzielt. Diese Angaben haben im Grunde nur entfernt etwas mit der tatsächlich aufgenommenen Energie zu tun.

Ohne vertieftem Wissen zu übergeordneten Themen, wie Ernährung und Körper, ist striktes Kalorienzählen daher dringend abzuraten. Gerade in solchen Fällen besteht ein hohes Risiko in bekannte „Abnehmfallen“ zu tappen, wie etwa der „Jojo Effekt“. Was oft nicht bedacht wird, ist, dass es im Grunde nicht auf die Kalorien selbst, sondern auf die Zusammensetzung der Speisen ankommt.

Es ist, beispielsweise, möglich, (Studie an Ratten) in Versuchen zu zeigen, dass 2 Lebewesen mit derselben Kalorienanzahl gleichzeitig ab- und zunehmen können, abhängig von der Zusammensetzung der Nahrungsquelle.

Ein weiteres Risiko ist das oft schon gestörte Verhältnis zu Nahrungsmitteln, das durch ständiges Kalorienzählen entsteht. Wenn man sich früher noch über ein Stück Torte mit Kaffee gefreut hat, empfindet der „Kalorienzähler“ nun ein enorm schlechtes Gewissen, da man sich ja über die vielen Kalorien dieser Nachmittagsjause bewusst ist.

Gegessen wird es in den meisten Fällen trotzdem! Einmal mit Genuss und einmal mit einer Stimme im Hinterkopf, die einem sagt, dass man das jetzt gar nicht machen dürfte. Dem Körper selbst ist egal, was man beim Verzehr denkt, doch die Lebensqualität ist ohne Zweifel eine andere. Bei manchen Menschen wird das schlechte Gewissen irgendwann sogar so mächtig, dass Essstörungen entstehen können.

Daher der Tipp: Finger weg vom pedantischen Kalorienzählen!

Schwächen der Kalorien-Einheit

Kalorien geben nun an, wie viel Energie bei der Verbrennung entsteht, jedoch gibt diese Einheit keinerlei Aufschluss darüber, was wie im menschlichen Körper verarbeitet und aufgenommen wird. Daher sollte sich jeder, der über Kalorien nachdenkt, darüber bewusst sein, dass es sich dabei um eine sehr ungenaue Methode handelt, um die Energiezufuhr zu kontrollieren.

Abschaffung der Kalorien?

Bereits vor mehr als 60 Jahren wurde die Kalorie offiziell durch die internationale Einheit Joule (j) abgelöst. Grund dafür waren uneinheitliche Definitionen zur Bestimmung. 1 Kilojoule (kj) entspricht 1000 Joule. Ein Joule ist dabei die Energie, die benötigt wird, um 100 g um 1 Meter nach oben zu bewegen. Seit 2010 ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass auf Lebensmitteln die Energieangabe in kj vermerkt ist. Da das Konzept der Kalorien jedoch weltweit noch sehr große Akzeptanz genießt, ist in der Rregel eine zusätzliche freiwillige Angabe in kcal auf Lebensmittelverpackungen zu finden.

Umrechnung von Kcal in kJ / kJ in Kcal

  • 1 kcal = 4,1868 kJ
  • 1 kj = 0,239 kcal

Fazit rund um Kalorien

Meiner Meinung nach ist es nicht schlecht einen groben Überblick zu haben, wie viele Kalorien Lebensmittel beinhalten. Vor allem bei Fastfood kann man oft nur staunen, wie viele Kalorien in einen einfachen Burger gepackt werden. Wenn man anschließend daran denkt, welche Unmengen an Gemüse man dafür essen könnte.

Speziell, wenn man sein Körpergewicht (oder besser seine Körperform) verändern möchte, kann der grobe Überblick über die täglichen Kalorien einem helfen seinem Ziel näher zu kommen. Ohne schlechtem Gewissen!

Darüber hinaus ist das Konzept der Kalorien, meiner Meinung nach, überbewertet. Die Menschen sollten lieber beginnen wieder mehr auf ihren Körper zu hören. Sich im Klaren darüber zu sein, ob sie aus Hunger, Guster oder einfach nur aus Langeweile und Gewohnheit essen. Nicht solange essen bis der Bauch spannt, sondern sich selbst fragen, ob sie satt sind.

Genau diese Kleinigkeiten machen den angesprochenen Unterschied in der Lebensqualität aus. Ich selbst habe schon beide Seiten erlebt und auch wenn ich selbst von Zeit zu Zeit in das alte Muster zurückfalle, ist mir dennoch klar, wie viel wohler ich mich fühle, wenn ich diese „Gier“ nach Essen hinter mir lasse und wie die Lebensqualität scheinbar ins Unermessliche steigt. Es lohnt sich definitiv diesen Zustand anzustreben!

Tatsächliches stiktes Kalorienzählen beinhaltet dagegen, meiner Meinung nach, fast ausschließlich negative Aspekte. Daher empfehle ich jedem, Kalorienangaben nur als eine Art Hilfestellung vom Lebensmittelproduzenten anzusehen.

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